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28. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit

Case Study: PraktiMatch für die Hochschule Esslingen

Wie eine maßgeschneiderte Plattform Studierende und Praxispartner zusammenbringt: von verstreuter Handarbeit zu zentralem Matching, Profilen und klarer Übersicht.

Tillmann

Tillmann

Gründer von TFLIT

Case Study: PraktiMatch für die Hochschule Esslingen

Ausgangslage

Die Hochschule Esslingen ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften in der Region mit einem ausgeprägt praxisnahen Profil. Der direkte Kontakt zwischen Studierenden und Unternehmen aus der Region gehört dort zum Selbstverständnis: Praxissemester, Abschlussarbeiten in Kooperation, Werkstudententätigkeiten und gemeinsame Projekte mit Praxispartnern sind ein fester Bestandteil des Studiums.

Die Koordination dieser Vermittlung war über die Jahre gewachsen und entsprechend verstreut organisiert. Angebote von Praxispartnern, Anfragen von Studierenden und der Abgleich beider Seiten liefen über eine Mischung aus E-Mails, Listen, einzelnen Ansprechpersonen und unterschiedlichen Dokumenten. Das funktionierte, kostete aber viel manuelle Abstimmung und machte es schwer, den Überblick zu behalten: Wer sucht gerade was, welche Stelle ist noch offen, welche Anfrage wartet auf Antwort.

Herausforderung

Im Kern ging es darum, einen über viele Hände verteilten Prozess in eine zentrale, verlässliche Plattform zu überführen, ohne die persönliche Betreuung zu verlieren, die diese Vermittlung ausmacht. Mehrere Anforderungen kamen zusammen:

  • Verstreute Informationen: Profile, Angebote und Anfragen lagen in verschiedenen Kanälen und mussten manuell zusammengeführt werden.
  • Fehlende Übersicht: Es gab keinen gemeinsamen Stand darüber, welche Matches zustande gekommen waren und welche Anfragen noch offen waren.
  • Datenschutz: Personenbezogene Daten von Studierenden und Unternehmen mussten DSGVO-konform und sparsam verarbeitet werden.
  • Barrierefreiheit: Als Plattform einer öffentlichen Hochschule sollte die Anwendung von Anfang an für möglichst alle Nutzerinnen und Nutzer zugänglich sein.
  • Akzeptanz: Die Lösung musste für Studierende, Praxispartner und Hochschulseite gleichermaßen einfach und einladend sein, sonst würde sie nicht genutzt.

Lösung

TFLIT hat mit PraktiMatch eine maßgeschneiderte Web-Plattform entwickelt, die Studierende und Praxispartner an einer Stelle zusammenbringt: von der Profilanlage über das Matching bis zur Kommunikation. Die Zusammenarbeit war von Beginn an etappenweise angelegt: erst ein gemeinsames Verständnis von Prozess und Anforderungen, dann ein nutzbarer erster Stand, anschließend schrittweise Erweiterung anhand des Feedbacks aus der Praxis. Datenschutz und Barrierefreiheit waren dabei keine nachgelagerten Punkte, sondern von Anfang an Teil der Konzeption.

Die Plattform umfasst im Kern:

  • Profile für beide Seiten: Studierende und Praxispartner pflegen strukturierte Profile mit den Angaben, die für eine sinnvolle Vermittlung wirklich relevant sind.
  • Matching: Angebote und Gesuche werden anhand passender Kriterien gegenübergestellt, sodass passende Möglichkeiten schneller sichtbar werden statt in E-Mail-Verläufen unterzugehen.
  • Bewerbungs- und Anfragemanagement: Anfragen und Bewerbungen laufen nachvollziehbar über die Plattform, mit klarem Status statt verstreuter Zuständigkeiten.
  • Kommunikation an einem Ort: Die Abstimmung zwischen den Beteiligten findet zentral statt, sodass nichts verloren geht und der Stand jederzeit einsehbar ist.
  • Datenschutz- und Barrierefreiheit by Design: DSGVO-konforme, sparsame Datenverarbeitung und eine zugängliche Bedienung waren von Anfang an Teil der Architektur.

Ergebnis

Die qualitative Wirkung zeigt sich vor allem dort, wo vorher Handarbeit nötig war. Die zentrale Plattform reduziert die manuelle Abstimmung spürbar, schafft eine gemeinsame Übersicht über offene und vermittelte Anliegen und beschleunigt das Zusammenfinden von Studierenden und Praxispartnern. Statt verstreuter E-Mails und Listen gibt es einen verlässlichen, gemeinsamen Stand, für die Hochschulseite ebenso wie für die beiden vermittelten Seiten.

  • Weniger manueller Koordinationsaufwand auf der Hochschulseite.
  • Bessere Übersicht über offene und vermittelte Anfragen.
  • Schnellere Abstimmung zwischen Studierenden und Praxispartnern.
  • Eine Grundlage, auf der Nutzung, Profile und Vermittlungen künftig sauber messbar werden.

Fazit

PraktiMatch zeigt, wie aus einem verstreuten, von viel Handarbeit geprägten Vermittlungsprozess eine zentrale, datenschutzkonforme und zugängliche Plattform wird, die Studierende und Praxispartner verlässlich zusammenbringt. Entscheidend war die etappenweise Zusammenarbeit mit der Hochschule, bei der die Lösung eng an den realen Abläufen entlang gewachsen ist.

Vor Veröffentlichung sollten noch freigegebene Kennzahlen oder ein O-Ton der Hochschule ergänzt werden, falls diese öffentlich genannt werden dürfen.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Was ist PraktiMatch?+

PraktiMatch ist eine maßgeschneiderte Web-Plattform für die Hochschule Esslingen, die Studierende und Praxispartner an einer Stelle zusammenbringt. Vorher liefen Praxissemester, Abschlussarbeiten und Werkstudentenstellen über verstreute E-Mails, Listen und einzelne Ansprechpersonen. Die Plattform bündelt strukturierte Profile beider Seiten, stellt Angebote und Gesuche anhand passender Kriterien gegenüber und führt Anfragen und Bewerbungen mit klarem Status durch einen nachvollziehbaren Prozess. Auch die Kommunikation zwischen den Beteiligten findet zentral statt, sodass nichts in Postfächern untergeht. Entwickelt wurde PraktiMatch von TFLIT in enger, etappenweiser Zusammenarbeit mit der Hochschule: erst ein gemeinsames Verständnis des realen Ablaufs, dann ein nutzbarer erster Stand, anschließend schrittweiser Ausbau anhand des Feedbacks aus der Praxis.

Warum hat die Hochschule keine Standardsoftware eingesetzt?+

Der Vermittlungsprozess der Hochschule war über Jahre gewachsen und hatte Eigenheiten, die eine Standardlösung nicht sauber abgebildet hätte. Profile, Angebote und Anfragen lagen in unterschiedlichen Kanälen, und die persönliche Betreuung der Vermittlung sollte ausdrücklich erhalten bleiben. Eine maßgeschneiderte Plattform konnte den realen Ablauf übernehmen, statt der Hochschule einen idealisierten Prozess überzustülpen. Dazu kamen Anforderungen, die im öffentlichen Hochschulkontext nicht verhandelbar sind: DSGVO-konforme, sparsame Datenverarbeitung und eine barrierefreie Bedienung, beides von Anfang an Teil der Architektur statt nachträglicher Anbauten. Das etappenweise Vorgehen senkte gleichzeitig das Risiko, weil früh ein nutzbarer Stand existierte, an dem alle Beteiligten Feedback geben konnten.

Was hat die zentrale Plattform konkret verbessert?+

Die zentrale Plattform reduziert die manuelle Abstimmung auf der Hochschulseite spürbar und schafft eine gemeinsame Übersicht über offene und vermittelte Anliegen. Vorher musste von Hand zusammengeführt werden, wer gerade was sucht, welche Stelle noch offen ist und welche Anfrage auf Antwort wartet. Jetzt gibt es einen verlässlichen, gemeinsamen Stand für Hochschule, Studierende und Praxispartner, und passende Möglichkeiten werden schneller sichtbar, statt in E-Mail-Verläufen unterzugehen. Damit ist zugleich eine Grundlage entstanden, auf der Nutzung, Profile und Vermittlungen künftig sauber messbar werden. Freigegebene Kennzahlen sollen ergänzt werden, sobald sie öffentlich genannt werden dürfen.

Tillmann

Tillmann · TFLIT

Entwickelt Software für Unternehmen, Hochschulen und die öffentliche Hand in Baden-Württemberg.

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